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  • AutorenbildChristoph Kraus

Verwalten? Gestalten!

Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit. Dieses geflügelte Wort gilt in meinen Augen ganz besonders für die Verwaltung. Es ist für mich deshalb mein erstes und damit wichtigstes Anliegen unsere Gemeindeverwaltung erfolgreich in die Zukunft zu führen. Alle Projekte, alle Vorhaben, alle Ideen stehen und fallen mit einer belastbaren und modernen Kommunalverwaltung.


Wir haben motivierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Gemeinde Eggstätt. Was wir aber dagegen dringend benötigen, sind klar kommunizierte interne Strukturen, die nicht halbjährlich wieder verworfen werden. Wer ist dauerhaft für was zuständig – diese Klarheit braucht nicht nur jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter. Auch die Bürgerinnen und Bürger haben einen Anspruch darauf, kompetent und verlässlich beraten zu werden. Dazu sind in meinen Augen keine teuren Organisationsuntersuchungen von ortsfremden Dienstleistern nötig. Es braucht vielmehr eigenen Sachverstand, Vertrauen in das Können der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und vor allem einen wertschätzenden Führungsstil.


Zweiter wichtiger Punkt ist für mich die zukunftsfähige Aufstellung der Belegschaft. Verjüngung der Verwaltung bedeutet keinesfalls, die Erfahrung unserer langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ignorieren. Verjüngung heißt für mich, die Personalplanung so abzustimmen, dass altersbedingte Personalwechsel frühzeitig erkannt und zukunftsfähig nachbesetzt werden. Dazu gehört für mich auch, dass die Gemeinde als Ausbildungsbetrieb selbstständig junge Menschen für die Verwaltungslaufbahn qualifiziert. Diese Verantwortung hat der öffentliche Dienst in besonderem Maße – und dieser Verantwortung müssen wir uns auch als Gemeinde Eggstätt stellen.


Die Erreichbarkeit der Verwaltung ist der dritte wichtige Punkt, wenn es um die Modernisierung der Kommune geht. Dies kann zum einen über Öffnungszeiten geschehen, die sich an der Lebenswirklichkeit der Bürgerinnen und Bürger orientieren. Wir – die Gemeindeverwaltung – sind in allererster Linie Dienstleister für die Eggstätterinnen und Eggstätter. Sie sind es, die unser tagtägliches Handeln bestimmen und für die wir unsere Arbeitskraft einzusetzen haben.


Hand in Hand mit der verbesserten Erreichbarkeit geht die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen. In meiner Zeit als Kämmerer habe ich 2018 in Eggstätt die Einführung des Bürgerserviceportals angestoßen. Mehrere Fachverfahren können so jetzt online vom Bürger beantragt werden. Diesen Weg sollten wir konsequent weitergehen. Heute benötigt es beispielsweise über 50 kommunale Online-Verfahren um das Qualitätssiegel „Digitales Amt“ des Bayerischen Staatsministerium für Digitales zu erhalten. Auch das bundesweite Online Zugangsgesetz (OZG) verlangt eine verstärkte Digitalisierung von Verwaltungsprozessen. Es verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, ihre Services auch digital anzubieten.

Digitale Prozesse entlasten zum einen die Bürger, die unabhängig von den Öffnungszeiten Tag und Nacht Verwaltungsprozesse anstoßen können. So reduzieren sich auch die Wartezeiten in der Gemeinde, da viele Eingaben schon vorab digital erledigt werden können. Doppelte Termine für den gleichen Antrag gehören der Vergangenheit an. Auch für die Verwaltung bedeutet Digitalisierung eine Arbeitserleichterung, weil Informationen schneller vorliegen und einzelne Vorgänge besser miteinander verknüpft werden können.


Kommune modernisieren – so lautet mein erstes Ziel für die Gemeinde Eggstätt. Die Verwaltungsmodernisierung ist mir deshalb so wichtig, weil ich weiß: Ein Bürgermeister oder der Gemeinderat kann alleine nichts bewegen. Nur im Zusammenspiel mit einer schlagkräftigen und bestens ausgestatteten Verwaltungsmannschaft können wir die vor uns liegenden Herausforderungen überhaupt meistern. Die Verwaltungsangestellten haben das Recht darauf, dass ihr Dienstherr mit klaren, verlässlichen Strukturen und einer modernen Ausstattung hinter Ihnen steht. Die Gemeinde Eggstätt muss wieder als attraktiver, moderner und verlässlicher Arbeitsgeber wahrgenommen werden – das ist für mich der einzige Weg, um den viel zitierten Personalnotstand und die andauernde Personalfluktuation endgültig der Vergangenheit angehören zu lassen.





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